Sonntag, 17. Juni 2012

Sehnsucht


Du bist nicht mehr bei mir,
meine Wünsche sind noch wach.
Erinnre dich, ich stand dir
gestern nahe, wurde schwach.

Dein Bild in mir lebt weiter,
ich vermisse dein Gesicht.
Wir waren sorglos, heiter,
doch ganz mutig warn wir nicht.

Ich sehe dich im Spiegel
wenn ich meine Augen schließ‘.
Du öffnetest ein Siegel,
dessen Bruch mich nun verdrießt.

Ich spür dich aus der Ferne,
meine: Du vermisst mich auch.
Du weißt,  ich hab‘ dich gerne,
spürst vernehmlich meinen Hauch.
  
Wir schenkten uns die Liebe,
die ersehnte, die uns rief.
Ich frag‘ mich, was mir bliebe,
wär‘ dein Bild nicht schon vertieft.

Zwei Menschen voller Hoffnung
und ein Leben voller Zwang.
Das Glück verlangt Entsagung
und entzündet meinen Drang.

Die Sehnsucht treibt mich vorwärts,
wie ein Leitstern, ganz zu dir.
Du bleibst mein Ziel und talwärts
      sing‘ ich leise:  Bleib bei mir!    

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