verbrachten zweisam eine
kurze Zeit.
Das werde ich mir immerzu
bewahren,
denn was da nicht war, tut
mir heut noch Leid.
Gedankenlesen war für uns
das Eine,
doch herrschten stets auch
Unmut und Distanz.
Erinnre dich, dann weißt du,
was ich meine -
wir tanzten wohl den
undankbarsten Tanz.
Noch heute kann ich deine
Stimme hören,
sie war mir wohl gesonnen,
zugeneigt.
Es war an mir, dein Wesen zu
betören,
doch hab’ ich meine Stärken
nie gezeigt.
Du warst mir eine Königin
der Freiheit,
so unnahbar wie mancher
Stern der Nacht.
Das war denn auch schon
unsre größte Dummheit:
Was menschlich war, ist in
uns nie erwacht.
Wir sprachen über kluge
Philosophen,
vergeistigt bis ins innerste
Detail.
Was nutzten uns jedoch die
weisen Strophen?
Im Wesentlichen fanden wir
kein Heil.
Du lebst zufrieden, ganz in
meiner Nähe,
zufrieden war ich auch, das
weißt du wohl.
Ich frag mich, was wohl
wär’, wenn ich dich sähe,
und frag mich, ob ich mir
das wünschen soll.
Nein, nein! Die Lebensuhr,
sie dreht sich weiter,
für uns zwei gab es niemals
einen Raum.
Ich schmunzle über mich,
befreit und heiter:
Wie dumm vergab ich mir den
schönsten Traum?

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