Montag, 18. Juni 2012

Abschied


Abschied nehmen, heißt bedauern,
still verglüht Erinnerung.
Dieses Wanken, dieses Trauern
schmälert alle Freude nun.

Leben ist ein stetes Gehen,
nichts verharrt im Jetzt und Hier.
Will ich meine Zeit bestehen,
denk’ ich mich zurück zu dir.

Neue Türen stehen offen,
ich verschloss die alten nicht.
Mir verging mein größtes Hoffen,
Nebel trüben meine Sicht.

Letztlich ließ ich das geschehen,
was das Schicksal mir befahl.
Noch kann ich dein Lächeln sehen,
bald vergess’ ich’s, tief im Tal.

Du lebst auf, wenn ich dich lasse,
du brauchst meine Nähe nicht.
Künftig meid’ ich deine Straße,
steh’ dir niemals mehr im Licht.

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