Sie mag mich, lächelt, hält sich frei,
entlarvt mich, straft mich,
bricht entzwei.
Sie sendet mir den schönsten
Traum,
erfüllt in mir den leeren
Raum.
Sie zweifelt, zögert,
hadert, spricht,
Sie sieht die Welt aus ihrer
Sicht.
In meiner Nähe strahlt sie
rein,
doch blendet sie des Jungen
Schein.
Schon Jahre her, da sah ich
sie,
erkannt hätt’ ich sie damals
nie -
Sie war ein Bild in einem
Bach,
vergaß sie, doch jetzt bin
ich wach.
Das Leben macht es ihr nicht
leicht,
mal seh‘n, wie weit ihr
Schicksal reicht.
Im Traum mit mir erfuhr sie
sich,
erblickte spiegelnd ihr
Gesicht.
Sie weiß nun, sie ist
zweigeteilt -
Erkenntnis, die manch Irrtum
heilt.
Sie mündet in mich wie ein
Fluss,
ein Quell in mir drängt mich
zum Kuss.
Mit Augen voller Zuversicht
gelangen wir zu Zweit ans
Licht.
Ich frage mich: Warum und
wie?
Doch weiß ich wohl: Ich
liebe sie –
die zwei Parallelen!
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