Montag, 25. Juni 2012

Du, die du Gedanken lenkst


Behaglich war mein Träumerleben,
nichts reizte mich, nichts ließ mich beben.
Da trafst du mich ins Herz, so eben,
als wär’s dir nichts - verrückt, verrückt!

Du schärftest mir Verstand und Sinne,
so sehr, dass ich dir nie entrinne,
mich neckisch stets auf dich besinne,
wenn manch Versuchung näher rückt.

Dein Denken dringt aus fernen Landen,
umschwebt mich, lässt mich bei dir stranden,
weil wir so zueinander fanden,
so wie’s dem Schicksal einst gefiel.

Doch manchmal drängt's dich in die Ferne,
da wünschtest du: „Ach Mensch ach lerne,
ich habe alle Menschen gerne
und aller Wohl war stets mein Spiel.“ 
   
Ich wahre dich in meinem Herzen,
genieße es, mit dir zu scherzen
und sei es über tiefste Schmerzen,
du Zeichen dessen, was mir glückt.

Ich weiß um deine alten Wunden,
sie sind mir wohl, für gut befunden,
bedenke dies in allen Stunden,
in denen dich mein Wort entzückt.

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